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Jeannette Krauth

Jeannette Krauth

Guten Tag! Das bin ich, Jeannette Krauth, Chefredakteurin bei Pegasus - freizeit im sattel.

Jeannette Krauth

Und das sind die drei wichtigsten Vierbeiner in meinem Leben: Pony Devil, Stute Fee und Hund Nike. Devil ist 18 Jahre alt und ich kenne ihn, seit er so aussah:

Jeannette Krauth

... gut, viel zu erkennen ist da noch nicht. Devil steckt auf diesem Bild noch im Bauch seiner Mutter Bessy, und ich, damals 11 Jahre alt, sitze im Sattel.

Jeannette Krauth

19 Jahre später: mit Devil im Busch. Devil und Fee leben seit Jahren im Offenstall und Laufstall. Die Stute stets auf leisen Sohlen - ohne Eisen ist es einfach gesünder. Ein ganz besonders guter Hufschmied schaffte es, auch das Pony nach 14 Jahren mit Eisen  bzw. sechs Jahren mit orthopädischen Eisen auf Barhuf umzustellen.

Ein paar pferdige Fakten: 
 
  • 21 Jahre lang Reiterin, liebe Dressur wie Gelände, mache viel Bodenarbeit und Körperarbeit mit meinen Pferden
  • 17 Jahre Pferdehaltung im Offenstall
  • 1 Mal Heu von Hand gewendet, sechs Jahre danach lieber per Maschine, jetzt selbst  Einstaller, also bloßer Heu-Käufer
 
Und ein paar berufliche Stationen zuvor:
  • "Der Tagesspiegel", Berlin
  • "Das Magazin" von "Der Tagesanzeiger", Zürich
  • "jetzt", das Magazin der Süddeutschen Zeitung, München
  •  "Reiter Revue international", Düsseldorf
     
  • "Münstersche Zeitung", Münster
  • "Kölner Stadtillustrierte", Köln
  • "Eifler Nachrichten", Simmerath
 
"Was muss sich heutzutage ändern, damit unsere Pferde besser leben?"
fragen wir uns häufig in der Redaktion. Viel getan hat sich in den vergangenen Jahren in Sachen Haltung. Was jetzt ansteht: Das Verhältnis Pferd-Mensch von vielen Missständen und -verständnissen befreien.  Das Leben unserer Pferde wäre schon um einiges besser, wenn sich diese drei Dinge ändern würden:
1. Wenn mehr Reitlehrer an der Basis umsetzen würden, was Sie auf der Stallgasse erzählen.
Mit Grausen sehe ich die emsige Reitlehrerin in der Halle stehen, die etwas von Losgelassenheit erzählt, in deren Unterricht aber kein einziges Pferd über den Rücken geht. Was ist da Schuld? Ungenaues Hinsehen? Der schnelle Wille zum äußerlich ansehlichen Bild? Schlichtes Unwissen?
2. Wenn sich mehr Reiter trauen, an ihren Grundlagen zu arbeiten.
Schrecklich, wenn Menschen Phillippe Karl oder Martin Plewa zitieren, die in ihrem jeweiligen Gebiet sicherlich Vorreiter sind - und im nächsten Moment aufs Pferd steigen, und rutsch! ziehen sie die Pferdenase hinter die Senkrechte. Oder die Anhängerin Bent Branderups, die Stellung und Biegung völlig falsch interpretiert und ihr Pferd mit deftig verworfenem Hals durch die Halle eilen lässt.
Bitte genau hinhören, sich selbst überprüfen und dann alles Schritt für Schritt angehen - auch, wenn der Weg mühsam ist und man mit Swarta eben immer noch am Vorwärts-Abwärts arbeitet, während Örn schon ein sauberes Schulterherein hinlegt.
3. Wenn Herr Ehrgeiz und Frau Tratsch sich von Pferdehöfen fern halten würden.
Denn dann würden viel mehr Reiter auf ihr Gefühl hören bzw. das Gefühl fürs Pferd entwickeln können. Denn falscher Ehrgeiz und Tratsch sind zwei Dinge, die Menschen daran hindern, achtsam gegenüber dem eigenen Pferd, dem eigenen Gefühl und der eigenen Reiterei zu handeln.



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