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16.05.2008
Weltreitverband gegen Rollkur
Auf seiner Frühjahrssitzung in Interlaken BE hat sich der Weltreitverband FEI gegen die verbreitete Praxis der Rollkur ausgesprochen.
Bei der Rollkur, auch Hyperflexion genannt, handelt es sich um eine Trainingsmethode, die durch ein gewolltes Herabziehen des Pferdekopfes mit Hilfe der Zügel in Richtung Brust gekennzeichnet ist. Hierbei wirkt der Reiter derart stark auf die Zügel ein, dass er sein Pferd zum Senken des Kopfes und Einrollen des Halses zwingt. Laut einer Pressemitteilung der FEI hat das Veterinärkomitee des Weltreitverbands dargelegt, dass zwar bisher keine klinisch nachweisbaren Nebenwirkungen der Rollkur beobachtet werden konnten. Allerdings besteht doch ernsthaft Anlass zur Sorge um das Wohlbefinden des Tieres, im Fall, dass die Technik nicht korrekt angewendet wird. Der Weltreitverband hat sich daher dazu entschieden, die Hyperflexion in sämtlichen Disziplinen des Pferdesports zu verurteilen. Bei der Methode handele es sich um ein typisches Beispiel von mentalem Missbrauch am Pferd. Diesen Missbrauch hofft der Verband nun durch seine ausdrückliche Missbilligung einzudämmen.
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